MEIN WEG ALS KÜNSTLERIN
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Geboren und aufgewachsen in einem Kurort in Ostwestfalen/Lippe zog es mich nach dem Abitur so weit in den Süden wie möglich, und in eine große Stadt. Das war mir damals ohne jeden Zweifel München. Hier startete ich meine Laufbahn als Regieassistentin, hier brachte ich meine Tochter zur Welt und hier begann ich Anfang der Neunziger Jahre zu malen. 

2003 ging ich mit meinen Arbeiten das erste Mal in die Öffentlichkeit.

Kommend vom Schreiben war mir die Arbeit an den Bildern, dieses direkte Erscheinen, eine große Genugtuung. Worten weiterhin und immerwährend wohl zutiefst verbunden entwarf ich Wortwände, kreierte mein „Gestaltungsgebiet Wort“. Um die mir wichtigen Worte sichtbar zu machen.

Eine der liebsten Wortwände ist mir „Stufen“ von Hermann Hesse.

Ich nahm den Titel wörtlich, begann unten zu schreiben und ließ den Text Stufe um Stufe erklimmen.

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2009 ging ich nach Berlin, in diese nun noch größere Stadt.

Ich wollte dort einfach "nicht nicht gelebt" haben.

Einer meiner ersten Eindrücke in Berlin war, umstanden zu sein von Stadt. Eine so ganz andere Energie als die großzügige Weite in München und um München herum. Und diese Größe... Es war ein Abenteuer.

In Berlin verabschiedete ich mich vom Schreiben, ging noch einen Schritt konsequenter in gegenständliches Arbeiten, arbeitete mit Speckstein, entwarf Vasen und Kerzenständer aus einer Kombination von Acrylglac, Edelstahl und Laborgläsern. 

2014 kehrte ich erneut zu meinen Bildarbeiten zurück. Meine tiefe Verbundenheit zu einem Ausdruck in Bildern ließ sich nieder in mir. Oberflächenstrukturen, Farben, Formen, Fliegengitter - was für eine Freude!

Die Bilder wurden größer, ich wurde mutiger, experimentierte mit Farbe und Zusätzen.

Ich erlebte, was Farbe und Material mit mir machen, was ich mit ihnen, wie wir uns annähern und Struktur und Form und Relief entstehen lassen. Ich entwickelte "meine Handschrift" im Umgang mit Acrylfarben und weiteren Materialien. 

Höhepunkt meiner Zeit in Berlin war die großartige Gelegenheit, einen Teil meiner Arbeiten im cultureloft.berlin in einer Dauerausstellung zu präsentieren. Es war, als seien die Räume wie gemacht für meine Arbeiten.

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Dauerausstellung cultureloft.berlin
Okt. 2017 bis Okt. 2019  - Raum 1
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Dauerausstellung cultureloft.berlin
Okt. 2017 bis Okt. 2019  - Blick in Raum 2
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Detail aus Mir zur Feier / das Flügelfal
 
Dauerausstellung cultureloft.berlin
Okt. 2017 bis Okt. 2019  - Raum 2 - Details

Trotzalledem wurde es in den vergangenen zwei Jahren etwas still um meine künstlerische Arbeit. Ein Gefühl von Berlin-satt-sein stellte sich ein, ich sehnte mich zurück dahin wo das schnellfließende Wasser über Stein ganz nah ist. Also packte ich meine Koffer und meine Kunst. 

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Seit Ende 2020 bin ich glücklich zurück in München, die Inspiration ist zurück und ich bin in Vorbereitung für weitere Arbeiten. Übergangsweise, bis ein Atelier gefunden ist, gibt es: "Kunst aus dem Container"
Gerne halte ich Sie auf dem Laufenden.

Herzlichen Dank!

DIE SACHE MIT DEN ECHOS...

aus Brockhaus' Kleines Konversations-Lexikon, fünfte Auflage, Band 1. Leipzig 1911., S. 478.

Echo (grch.), Widerhall, Zurückwerfung des Schalles von Mauern, Felsen, Waldrändern, Wolken; wird an dem Ort, wo der Ton erzeugt worden, nur dann vernommen, wenn die reflektierende Wand senkrecht zur Richtung der sie treffenden Schallstrahlen steht; die geringste Entfernung, bei welcher ein Echo entsteht, ist 18 Meter.

 

Es wäre vermessen zu behaupten, ich hätte immer senkrecht in achtzehn oder mehr Metern Abstand zu den Mauern, Felsen, Waldrändern und Wolken meines Lebens mich befunden und Töne ihnen entgegen geschleudert, um Augenblicke später das Echo zu vernehmen. Jede meiner Arbeiten allerdings ist auf ihre Art ein Echo, Widerhall meines berührt Seins, meines bewegt Seins und jeder Impuls, eine Arbeit zu beginnen sind Echos, die ich halte, die ich in die Hand nehme und sichtbar mache.

Meine Bilder sind Ausdruck eines Strebens nach einem "Idealen", nach einer Unversehrtheit, einem mir und jedem anderen innewohnenden Zustand energetischer Ganzheitlichkeit. 

Sie sind Schwingung, Inspiration, Spielerei dann und wann.

AUSSTELLUNGEN

2003        

Ausstellung „Spaziergang auf dem Horizont“  im Kaffeegeschäft, München

Lesungen: Sprecherin Katja Brenner, Musik: Tobi Weber

 

2013

Gruppenausstellung „Temporary Art“ im Studio Lux, München

mit Walter Wehner und Siham Hagert

 

2016  / 2017 / 2018

Teilnahme Luxembourg Art Prize

 

Okt. 2017 bis Okt. 2019 

Dauerausstellung cultureloft.berlin

 

2018

ARTBOX.PROJECT New York. 1

 

Gruppenausstellung „G23 two sides of Panke“ artloft.berlin

mit Thomas Bo Henriksson, Maria Marshall, Ozren Olbina, Timo Trux